C6, der Katzenaugen-Nebel

8/2026
ASI2600MM Pro, 950mm, f/3.8,, 28h (R/G/B 3x1.9h, Lum: 2.2h, Ha: 6.4h, O3 14h)

Der Katzenaugen-Nebel, oder auch NGC6543, ist ein sehr kleiner, jedoch extrem heller planetarer Nebel im Sternbild Drache. Entdeckt wurde er bereits in 1786 von William Herschel. Dies war auch das erste Objekt, welches in 1864 von William Huggins spektroskopisch untersucht wurde und so den Nachweis ermöglichte, dass die visuelle Leuchtkraft vorwiegend durch ionisierte Gase erzeugt wird.

Um Mißverständnissen vorzubeugen, das eigentliche Objekt ist der kleine, elliptische Kern in dieser Aufnahme, die äußere Struktur wird durch ionisierte Atome gebildet, welche vom Wolf-Rayet-Stern im Zentrum abgestoßen wurden. Um den Kern wie in der Aufnahme von Hubble aufzulösen, bräuchte ich deutlich mehr Brennweite.

Für mehr Details zu diesem faszinierenden Objekt verweise ich auf den oben verlinkten Artikel bei Wikipedia.

Die besondere Herausforderung dieses Objekt fotografisch festzuhalten, ist die enorme Helligkeit des Kerns im Vergleich zu den eher schwachen Emissionsnebeln der äußeren Hülle. Der Kern überstrahlt so ziemlich alle Sterne in diesem Bereich und produziert mit einem Newton auch sehr deutliche, jedoch extrem undefinierte Spikes.

Um sowohl den Kern als auch die äußere Hüllen in ihren Strukturen in einem Bild darstellen zu können, musste beides manuell in der Bildbearbeitung, ähnlich wie bei der DRI-Bearbeitung, miteinander kombiniert werden.

Der Katzenaugen-Nebel ist tatsächlich sehr klein und die oben gezeigte Aufnahme auch wieder nur ein kleiner Ausschnitt von dem gesamten Bild, welches sich mit einer Brennweite von knapp 1000mm ergibt: